Das Internet der Dinge vs. Industrie 4.0

Unternehmensberatung für Digitalisierung

Das Internet der Dinge vs. Industrie 4.0

Was unterscheidet eigentlich das Internet der Dinge von der Industrie 4.0?
So ähnlich sich die beiden Buzzwords in ihrer technischen Umsetzung sein mögen, verdienen die beiden Sachverhalte doch, nicht in einen Topf geworfen zu werden.
Während das Internt of Things (IoT), bisweilen auch Internet of Everything (IoE) gennant, die zunehmende Vernetzung alltäglicher Gebrauchsgegenstände und Geräte meint, die ohne menschliches Zutun Daten untereinander oder mit zentralen Rechenzentren austauschen, bezieht sich deren Vernetzung hauptsächlich auf den Einsatz fertiger Produkte beim Anwender.
Industrie 4.0 hingegen bezeichnet die Fähigkeit der Produktionsprozesse und von ihnen bedienter Maschinen, durch einen solchen Datenaustausch, sich autonom zu rekonfigurieren und eine hochgradig personalisierte Produktkonfiguration, Herstellung und Lieferung zu ermöglichen. Sie bedient sich dabei vergleichbaren Techniken und interagiert mit den Daten aus der Kundendomäne, hat ihren Schwerpunkt jedoch in der Erzeugung und Lieferung des Produktes oder der Dienstleistung.
So wie klassische Geschäftsprozesse häufig in einer Ansicht “Kunde zu Kunde” abgebildet sind, lässt sich auch die Interaktion der Kunden- und Industriedomäne verstehen: Informationen, die auf der Kundenseite gesammelt und erhoben werden, müssen in den Bestell-, Anpassungs- und Produktionsprozessen der Industrie für eine automatisierte Individualisierung des Produktes oder der Dienstleistung, für diese nutzbar gemacht werden. Auf ihrer Basis wird dann das Fulfillment gesteuert, bis das fertige Produkt wieder in der Kundendomäne abgeliefert oder die Dienstleistung erbracht wird – beispielsweise wieder als Service in den vernetzten Geräten der Kundendomäne.
Vereinfacht lässt sich sagen: Industrie 4.0 bezieht sich auf Planung, Fertigung und Lieferung von Produkten und Dienstleistungen, Das Internet der Dinge beschreibt vornehmlich deren Anwendung beim Konsumenten.